Low Budget: Spaß mit Baumarktartikeln

Dieser Low-Budget Tipp ist eigentlich ein Klassiker, super günstig und gibt zudem noch tolle und nicht alltägliche Bilder, so wie diese hier:

Die Schlagwörter hierzu heißen “Noppenfolie” und Licht. Die Folie wird eigentlich im Hausbau zur Abdichtung von Grundmauern mit Bitumenanstrichen verwendet, macht aber auch im Fotostudio eine gute Figur. Zu kaufen gibt es diese Folie im gut sortierten Baumarkt als Meterware oder aber bei Online-Händlern. Ausnahmsweise finde ich es aber wirklich mal praktischer die Folie im Baumarkt zu besorgen. Einfach auch wegen den Maßen und der Beförderung. Hier gilt es auffällige Knicke in der Folie zu vermeiden.

Günstige Folien gibt es für unter 2€/m² und für die hier gezeigte Fotoidee sind ca. 3 Meter Lauflänge ausreichend. Mit ca. 6€ ist man also dabei. Die Folie selber ist aus starrem aber dünnen Kunststoff und mit groben Noppen strukturiert. Die Oberfläche reflektiert ein wenig das Licht, ist also nicht völlig matt und ich habe sie schon in schwarz und in braun gesehen. Ich finde die schwarze Folie für den Bildlook schöner, muss aber gestehen, dass ich mit brauner Folie noch keine Bilder gemacht habe.

Bevor wir das Modell in die knickfrei transportierte Folie einrollen, ist es spätestens Zeit sich noch Gedanken um eine gute Lichtquelle zu machen. Ganz klassisch für einen Bildlook wie in den Beispielbildern wäre ein Ringblitz (https://de.wikipedia.org/wiki/Ringblitz), welcher ein sehr gleichmäßiges Licht von vorne auf das Modell und die Folie bringt.

Für meine Fotos hatte ich keinen Ringblitz zur Verfügung. Mein Lichtsetup sah so aus, dass ich die Kamera mittig positioniert habe und links und rechts zwei Systemblitze per Funk gezündet habe, die jeweils hinter eine kleine Softbox montiert waren. Aber auch mit diffusen Dauerlichtquellen wie normalen Zimmerlampen mit Lampenschirm etc. kann man eine gute Ausleuchtung erreichen. Wichtig ist, das gleichmäßig von links und rechts in den Tunnel geleuchtet wird.

Die letztendliche Umsetzung sieht dann so aus, dass die Folie auf einer geeigneten Unterlage mit den Noppen nach oben ausgelegt wird. Das Modell legt sich nun auf die Folie und man rollt die Person ein. Ein bisschen probieren muss man beim Folienende. Hier gilt es die Kante so gut wie möglich zu verstecken, so dass man diese auf dem fertigen Foto nicht mehr sieht. Je nach Länge der Folie kann es auch sein, dass hinten an den Füßen des Modells die Rolle nicht lichtdicht abschließt. Das kann man gut kaschieren, indem man eine Decke hinten über das Ende der Folienrolle legt.

Und dann heißt es Fotografieren und Posen durchprobieren!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.