Nützliche Android Apps für Fotografen

Apps sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. Die kleinen Software-Tools begegnen uns u.a. auf unseren Smart TVs, DVD-Playern, Tablets und natürlich Smartphones. Gerade durch die Mobilität der Smartphones und die fast vollständige Netzabdeckung in hier in Europa ist der Internetzugang fast zu jeder Zeit und an jedem Ort möglich. Was oftmals auch ein Fluch ist, kann auf Fototouren zusammen mit den passenden Apps aber auch ein Segen sein. In diesem Artikel möchte ich euch ein paar Apps für Android vorstellen, welche ich selber auf dem Smartphone nutze und die mir schon gute Dienste geleistet haben. Vielleicht entdeckt ihr ja die ein oder andere Software-Perle, die sich auch für euch als nützlich erweisen kann.

1. MAPS.ME

Bei MAPS.ME handelt es sich um eine kostenlose Karten- und Navigations App. Was diese App meiner Meinung nach so interessant macht ist, dass die Karten problemlos heruntergeladen werden können und so auch offline zur Verfügung stehen. Nützlich ist dies vor allem, wenn mobiles Internet mal nicht oder nur sehr langsam zur Verfügung steht und Zugriff auf Navigationsdaten benötigt wird. Karten für MAPS.ME sind sehr detailliert, eignen sich auch für Fahrradfahrer und Fußgänger und enthalten Gebäudegrundrisse sowie Hausnummern. Natürlich kann man POIs (Points of Interest) und Orte von externen Quellen importieren (z.B. aus Google Earth) und auch eigene anlegen. Dies nutze ich gerne im Urlaub, wenn ich mit dem Mietwagen in einer fremden, größeren Stadt parke. Wurde ein POI für die aktuelle Position gesetzt kann man sich später nach Belieben zum geparkten KFZ zurück navigieren lassen. Diese App ist ein „Must have“ in meinen Augen.

2. Sun Surveyor

Sun Surveyor ist eine App, die es sowohl in einer kostenlosen (Lite) als auch in einer kostenpflichtigen Version gibt. Nach einem ersten Kalibrieren der Lagesensoren des Smartphones kann es losgehen. Schon in der kostenlosen Version sind viele Funktionen uneingeschränkt nutzbar. Die App zeigt abhängig vom gewählten Standort Sonnenauf- und Untergangszeiten an, versorgt den Fotografen mit Daten zur goldenen und blauen Stunde oder zum Stand des Milchstraßenzentrums. Der Verlauf von Sonne und Mond kann in einem 3D-Kompass dargestellt werden. In der kostenpflichtigen Version lässt sich dieser 3D Kompass sogar in Echtzeit zusammen mit dem aktuellen Bild der Smartphonekamera einblenden. Eine App, die auf keinem Smartphone eines Fotografen fehlen sollte.

3. DSLR-Controller

Viele Kamerahersteller bieten Apps zur Fernsteuerung ihrer Kameras per Smartphone an. Hier ist DSLR Controller eine gelungene, aber leider nicht kostenlose Alternative. Die umfangreiche App ist aber sehr sinnvoll strukturiert und gestattet die Fernsteuerung der Kamera je nach Konnektivität der Kamera über WLAN, NFC oder Adapterkabel. Auf der Homepage des Herstellers ist eine Liste der unterstützen Kameras zu finden. Interessant ist auch, dass es die App gestattet, für eine Vielzahl von Kameras den Shutter-Count – also die Anzahl der Verschlussauslösungen – auslesen zu können. Aber auch hier gilt: vorher auf der  Herstellerseite informieren, ob die eigene Kamera unterstützt wird.

4. Radar HD

Bei „Radar HD“ handelt es sich um die Wetter-App der Seite „kachelmannwetter.de“. Was die App meiner Meinung nach gegenüber anderen Wetter-Apps auszeichnet ist das Regenradar. Eine mobile Internetverbindung vorausgesetzt, ist man mit dem Regenradar sehr gut in der Lage heranziehende Schauer abzuschätzen. Da erspart mitunter Überraschungen und hilft bei der Tagesplanung. Für mich persönlich die in dieser Richtung gelungenste App, zudem ist sie kostenlos nutzbar.

5. Hyper Focal Pro

Die App „Hyper Focal Pro“ hat ihren Namen von der sogenannten „Hyperfokaldistanz“ (HFD), also jener Distanz, ab der bei gewählten Kameraeinstellungen alle Objekte bis hin ins unendliche scharf auf dem Sensor abgebildet werden. Interessant ist diese HFD z.B. für Landschaftsfotografen. Aber die App kann noch mehr als nur die HFD zu berechnen. Wählt man Kamera, Objektiv, ggf. Brennweite,  Blende und Objektdistanz aus, berechnet Hyper Focal den Schärfentiefebereich (DOF), in welchem das fokussierte Objekt scharf gestellt wird. Da dieser Bereich, genau wie die HFD, auch vom verbauten Sensor in der Kamera abhängig ist, erlaubt die App dank der umfangreichen Datenbank relativ unkompliziert eine Abschätzung dieses Bereichs. Anders als der Namenszusatz „Pro“ vielleicht suggeriert, ist diese kleine und praktische App kostenlos nutzbar.

6. Light Meter

Die App „Light Meter“ ist ein Belichtungsmesser auf dem Smartphone. Die kleine Anwendung nutzt die eingebaute Kamera im Telefon, um abhängig von der vorgewählten ISO Zahl die Belichtung zu messen. Nach Auslösen der Messung können aus den zwei Skalen für Blende und Verschlusszeit mögliche Kombinationen für eine passende Belichtung abgelesen werden. Dazu sucht man sich eine Vorgabe entweder für Blende oder Verschlusszeit aus und liest den auf der anderen Skala gegenüberliegenden Wert ab. Sicherlich ersetzt die App keinen professionellen Belichtungsmesser im Fotostudio, die in der Regel mit über 100 Euro zu Buche schlagen. So lässt sich mit der App z.B. nicht die Belichtungsstärke für Studioblitze etc. einstellen. Für den Alltagsgebrauch abseits des Fotostudios erfüllt die App aber durchaus ihren Zweck. Und auch wer das Einschätzen der Lichtsituation für den M-Modus „üben“ will, kann das mit dieser App unkompliziert tun, ohne dabei Fotos aufnehmen und auswerten zu müssen. Zu beachten ist jedoch, dass Light Meter keine kostenlose App ist.

Ihr kennt weitere, lohnenswerte Apps für Fotografen? Schreibt sie gerne als Kommentar unter diesen Artikel!

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