Netzfang Nr. 2/2018

Der verklagte Hochzeitsfotograf

Wenn man einen Hochzeitsfotografen bucht, kann viel Unvorhergesehenes passieren. Im Schlimmsten Fall versteht der gebuchte Fotograf doch nicht so viel von seinem Handwerk wie er vorgegeben hat und die Erinnerung an einen unvergesslichen Tag bekommt einen bitteren Beigeschmack. So ergib es einen britischen Hochzeitspaar. Während die Eltern des Bräutigams garnicht auf den Bildern zu sehen waren und vom Bräutigam auch nur einzelne Fotos geschossen wurden, enthält das Tageswerk massig Aufnahmen der weiblichen Hochzeitsgäste inkl. Braut. Teilweise in “Detailaufnahmen”. Das war dann wohl zu viel und der gute Mann wurde verklagt. Zurecht, meiner Meinung nach 🙂

Gestellte Fotos mit Beigeschmack

Fotos aus armen Ländern mit Menschen in besonderen Situationen, mit Emotionen und Inhalten gefüllt, entfalten eine starke Wirkung und sind bei internationalen Wettbewerben und Ausstellungen immer weit vorne dabei. Als “Travel Photography” soll das Genre authentisch Emotionen und Reiseeindrücke festhalten. Wie viel “Fake” da manchmal bei ist zeigt ein kurzes Video eines Associated Press Fotografen, der eine Szene gefilmt hat, bei der in Bangladesh ein Junge fotografiert wurde, der betend aus einem abfahrenden Zug schaut. Mehrere Fotografen shooten diese gestellte Szene mehrfach. Bei dpreview.com gabs einen Artikel dazu inkl. dem Video.

Einmal mit dem eigenen Foto auf ‚nem Magazincover sein

Ja, das geht wenn man Glück hat überraschend simpel, ganz ohne Agenturauftrag und so einem Brimborium. Beim Sheeba Magazin kann man sich per Webformular mit einem Bild als Cover für die  jeweils nächste Magazinausgabe bewerben. Eine Voraussetzung dafür ist, dass das Foto bisher noch nie veröffentlich wurde (auch nicht auf Social Media oder dem eigenen Portfolio), dass das Bild als High-Resolution Datei zur Verfügung gestellt wird und ein Modell-Release und eine Veröffentlichungsvereinbarung unterzeichnet wird. Wird man dann von der Redaktion ausgewählt, muss man nur noch eine derzeit um 50% ermäßigte Gebühr von 430$ zahlen, damit man seine Bildrechte abtreten darf. Ja, richtig gelesen. Fotograf dar zahlen. Geschicktes Geschäftmodell. (via PetaPixel)

Nie mehr Sorgen um den Speicherplatz

Schnelle SSD Festplatten sind zu klein, große Speicherplatten zu lahm für die Datensicherung? Das könnte sich bald ändern. Nachdem Samsung vor ein paar Wochen schon eine 30TB SSD Festplatte vorgestellt hat, hat der Hersteller Nimbus Data die Messlatte „ein wenig“ höher gelegt mit der Vorstellung einer neuen 100 GB SSD Platte. Das klingt mal nach einem Plan. Spannend dürfte die Frage sein, wie viel es für eine derartige Menge Speicherplatz zu berappen gilt. Günstig dürfte es nicht werden, Preisinformationen liegen aber noch nicht vor. (via dpreview)

 

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