Astrofotografie (3) – Omegon Mini Track LX2 und die Milchstraße

Ich kann es kaum glauben – es hat mal alles gepasst: wolkenloser Himmel an einem Wochenende wo ich am nächsten Morgen auch nicht allzu früh aus dem Bett musste. Also konnte ich endlich meine Tasche packen und das Omegon MiniTrack LX2(*) mal an der Milchstraße testen. Für den ersten Test habe ich einen Standort gewählt, der recht nah an meinem Zuhause gelegen ist. Das reduziert den Frust, wenn solche Tests mal keine guten Bilder ergeben. Schließlich muss man sein neues Material ja erst einmal kennenlernen.

Aufbau und Einnorden

Der Aufbau ging recht zackig, hab ich doch unter der Omgeon-Montierung eine Manfrotto Schnellwechselplatte und muss diese dann nur mit dem Schnellspanner in den 3-Wege Neiger von Manfrotto einspannen. Das ist in ein paar Sekunden erledigt.

Zum Einnorden habe ich auf einen Laser zurückgegriffen, da mir schon beim ersten kleinen Test das Einnorden mittels des beigefügten Plastikröhrchens viel zu fummelig war. Mit einem in der Halterung eingeklemmten Laser ging das Einnorden jedoch in unter einer Minute sehr komfortabel und hat auch gut funktioniert, wie ihr im Video oder an den Beispielbildern später erkennen könnt.

Ergebnisse

Mit den Ergebnissen bin ich angesichts der schlechten Randbedingungen (hohe Lichtverschmutzung am Aufnahmeort sowie recht frühe Aufnahmezeit im Juni – 0:30 Uhr) sehr zufrieden.

Milchstraße
Testaufnahme der Milchstraße – 313 Sekunden nachgeführt – anklicken für größere Version

Die Aufnahme entstand mit meiner 5DIV und dem Samyang 14mm/2.8 Objektiv (*) bei ISO100, Blende F/2.8 und einer Belichtungszeit von 313 Sekunden. Die Nachführung durch die Omegon hat super funktioniert und ich bin hochzufrieden. Selbst in der 100% Ansicht in LR sehen die Sterne klasse aus und durch die niedrige ISO bleibt das Rauschen gegenüber nicht nachgeführten Aufnahmen mit ISO3200 eher vernachlässigbar.

100% Ausschnitt
100% Ausschnitt vom Rand des Milchstraßenbandes

Bildbearbeitung und Eindrücke vom Test

Um ein paar Eindrücke vom Test vor Ort zu geben habe ich ein Video zusammen mit einem ca. 12 minütigen Workflow zur Bildbearbeitung auf Youtube eingestellt. In dem Video geht es noch einmal kurz um meine Eindrücke vor Ort beim Testen und halt um die Nachbearbeitung eines RAW-Files mit Lightroom und Photoshop sowie der damals noch kostenlosen NIK-Collection.

Ich hoffe das Video gefällt euch und ggf. nimmst du ja hier ein paar Ideen zur Nachbearbeitung solcher Bilder mit. Wenn du Tipps und Tricks hast oder gute Workflows für Astro-Bilder kennst, lass mir auch gerne ‘ne Info dazu da. Ob nur hier oder bei Youtube ist völlig egal.

Ansonsten freue ich mich natürlich auf weitere Tests, bei denen es dann sicherlich mal einige hundert Kilometer raus aus der Lichtverschmutzung geht. Leider muss man aber – von meinem Wohnort aus gesehen – schon so insgesamt 4 Stunden für die Hin- und Rückfahrt einplanen, wenn man einen einigermaßen guten Nachthimmel erleben möchte.
 

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