Die Android-App “Photo Assistent”

Jaaaa, war lange ruhig hier und auch auf meinem Youtube Channel. Nachdem ich im letzten Jahr Ende Semptember einen “Break” genommen hatte und auf Mallorca war, lief dann zuerst gesundheitlich nicht alles nach Plan. Als das dann überstanden war, hatte ich die irre Idee, mit Android-App Programmierung zu beginnen. Das erste Resultat, die App “Photo Assistent”, möchte ich euch heute Vorstellen!

Ja richtig gehört. Android Apps hatten mich immer schon mal gereizt und im November habe ich dann mal endlich damit gestartet, mir ein Grundlagenbuch gekauft und losgelegt. Mein eigentliches Hobby ist ja nun mal die Fotografie und was lag da näher, als zu Lernzwecken eine App für Fotografie zu programmieren. Herausgekommen ist die App “Photo Assistent”, die als Tool und Helferlein ein paar Rechner und Hilfs-Tools zur Verfügung stellt.

Hauptmenü
Abb. 1: Hauptmenü

Photo Assistent: Der Schärfentieferechner und die Hyperfokaldistanz

Der erste Menüpunkt der App stellt einen Rechner für die Schärfentiefe und der Hyperfoakldistanz bereit. HIer ist es möglich, abhängig vonn Kamera (Crop-Faktor), Brennweite und Blende zu berechnen, wo die sogenannte Hyperfokaldistanz liegt (Abb. 2).

Schärfentieferechner
Abb. 2: Schärfentieferechner

Daneben kann eine Objektdistanz angegeben werden und der Rechner berechnet die Nahpunkt der Schärfe, den Fernpunkt der Schärfe und die Schärfentiefe. Dasist der Bereich, der letztendlich scharf dargestellt wird.

Photo Assistent: Milchstraßenfotos

Ich mach so ‘ne App natürlich nicht uneingennützig und “Photo Assistent” soll mir auch im realen Fotoalltag helfen. Da ich hier und da schon mal gerne Milchstraßenfotos aufnehme, habe ich einen Punkt integriert, der sich genau damit beschäftigt. Abhängig von Crop-Faktor der ausgewählten Kamera und der Brennweite macht die App Vorschläge für die maximalen Belichtungszeiten um strichförmige Sterne zu vermeiden (Abb. 3).

Menüpunkt Milchstraßenfotos
Abb. 3: Milchstraßenfotos

Daneben macht sie abhängig vob der Blende einen Vorschlag für den ISO Bereich bei Single-Shot Aufnahmen. Hier habe ich mich bei der Berechnung von den Faußtregeln leiten lassen, mit denen ich immer gut gearbeitet habe.

Photo Assistent: Freihandaufnahmen und Hilfstabellen

Beim nächsten Menüpunkt habe ich einen Rechner programmiert, der ahängig von der Brennweite und dem Crop-Faktor Verschlusszeiten berechnet, mit denen noch freihändige Aufnahmen möglich sind ohne das Bild zu verwackeln (Abb. 4)

Verschlusszeiten
Abb. 4: freihändige Verschlusszeiten

Im unteren Teil ist es noch möglich, bei der Berechung eine ggf. vorhandene Bildtsbilisierung berücksichtigen zu lassen.

Der Menüpunkt “Tabellen und Daten” enthält Grafiken und Tabellen zum nachschlagen von Infos. Zur Zeit sind hier Blendenreihen, die Sunny 16 Regel, das Belichtungsdreieck und eine Tabelle zu Druckgrößen und Qualitäten berücksichtigt (Abb. 5).

Tabellen und Daten
Abb. 5: Menüpunkt Tabellen und Daten

Photo Assistent: Druckgrößen

Der letzte Menüpunkt “Druckgrößen” beschäftigt sich mit dem Ausdruck von Digitalbildern. Hier ist es entweder möglich ein gewünschtes Ausgabeformat (z.B. 60x40cm) vorzugeben. Die App berechnet dann Vorschläge zur Auflösung der Druckdatei (Pixel) (Abb. 6).

Druckgrößen
Abb. 6: Druckgrößen

In zweiten Untermenü geht die Berechnung genau anders herum und man kann eine Datei mit Pixelmaßen angeben und die App macht Vorschläge, bis zu welcher Ausgabegröße ein Druck gut aussieht. Dies, zusammen mit der Hilstabelle bei “Tabelle und Daten”, sollte für die Praxis ein guter Richtwert sein.

Wo gibt’s die App?

So, erste App im Google-Play – ohne Werbung und kostenlos. Der Link? Hier ist er:

Photo Assistent Android-App

Ich hoffe die App gefällt und ist für den einen oder anderen nützlich. Ich werde die App als Hobby-Projekt weiter pflegen, jedoch ohne verbindliche Termine.
Da ist an Verbesserung interessiert bin, freue ich mich natürlich sehr über Rückmeldungen. Egal ob bei Google-Play, hier im Blog oder per Mail.

Viel Spaß mit der App.

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2 Antworten

  1. Merkosh sagt:

    Hallo Jens,
    schön dass du wieder da bist. Die App hab ich mir auf mein Smartphone geladen. Sieht echt gut aus. Schöner Aufbau, gute Übersicht.
    Eine Frage habe ich zu den Einstellungen. Du hast sehr viele Kameramodelle darin. Hast du da alle Datenblätter der Kameras eingepflegt?

    PS: Die App bekommt heute auch einen Beitrag im Wochenrückblick. 🙂

    • Jens sagt:

      Hey! Ja, war lange ruhig aus verschiedensten Gründen. Könnte auch noch ne Weile ruhiger bleiben, weil privat Veränderungen anstehen. Mal schauen 🙂
      Die ganzen Kameramodelle hab ich mir mit Sensorgröße und Zertreuungskreis aus ‘ner Internetdatenbank gezogen, alte Modelle raus geschmissen und ein paar aktuelle rein gepackt, alles als XML exportiert und eingebunden. Hat letztlich ca. 20 Minuten gedauert oder so 😀

      Danke fürs Erwähnen im Blog und dir einen schönen Sonntag! Gruß

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